27-06-2009Der Vormittag war nass und schmerzhaft. Mit einer Kopfschmerztablette schleppte ich mich mit meinem Mann und einem befreundeten Ehepaar von Restaurant zu Kaffee und zurück ins Bett.
Das Brautpaar war schon auf Hochzeitsreise und wir verabschiedeten stellvertretend eines der nettesten Kneipen, die wir bisher kennen gelernt haben, den Kulturbahnhof. Der DJ vom abend zuvor heizte richtig ein und seine Groopies - durchschnittlich 65 Jahre alt - tanzten ausgelassen zur Rockmusik. Nichts gegen ältere Damen, im Gegenteil, aber wenn sie sich kaputt liften lassen, ist der Gesamteindruck ein hässlicher. Armer DJ.
Plötzlich schwang die Tür auf und ein älteres Ehepaar rauschte hinein. Sofort entledigten sich beide ihrer Schuhe und tanzten auf eine eigentümlich, tranceartige Weise um einander herum. Wir vermuteten, dass die Frau die Kursleiterin einer Frauentanzgruppe sein könnte. Entsprechenden Flyer hatten wir schon gelesen. "Tanzen hebt die Weiblichkeit hervor.", "Tanzen macht dich frei!" Mir persönlich ist dies ein wenig zu feministisch.
Zu guter Letzt stellte sich mir noch ein Verehrer im spätreifen Alter vor, der sich wegen der Anwesenheit meines Mannes, nicht traute mich zum Tanzen auf zu fordern.