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Was vom Tage übrig bleibt



Was vom Tage übrig bleibt - 18-06-2009
18-06-2009Wie heisst es so schön? "Vom Regen in die Traufe kommen." Um eine große Schweinerei und viel Arbeit beim Malern zu sparen, machte ich mich auf die Suche nach einer schönen Tapete für eine Schlafzimmerwand. Tatsächlich wurde ich fündig und sagte mir: "Eine Rolle reicht." Ich schob das Bett zur Seite, breitete Folie aus, rührte Kleister an und schnitt eine Bahn zu. Schnell Kleister an die Wand - Tapete dran - nächste Bahn. Das war ein Wunschgedanke. War ich unten mit dem Kleistern fertig, war der Kleber oben schon wieder trocken und die Tapete löste sich und klebte an meinem Kopf. Warum? Weil die Wand schräg ist. Okay, die Wand braucht mehr Kleister. Also holte ich mit der Hand ganz viel Masse aus dem Eimer und verteilte sie großzügig auf dem Untergrund. Der Boden klebte, die Bürste klebte, meine Hände klebten, aber immerhin die Tapete klebte auch. Beim Zuschneiden der restlichen Bahnen merkte ich, dass die Rolle nicht ausreichte: ab zum Baumarkt. Glück gehabt, eine letzte Rolle war noch da! Als ich zwei Stunden später schweissgebadet und völlig verklebt mein Werk betrachtete, stellte ich fest, dass zwei Bahnen der Tapete etwas dunkler schimmerten als die anderen zwei. Was lernte ich daraus? Farbtopfnummer beachten wie bei Wollknäulen. Und - Auch tapezieren macht Schweinerei.